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Ballspielende Kinder

Demokratie wirksam stärken durch Begegnung, Toleranz und Erinnerung

Wir fördern Toleranz, Empathie und kritische Diskursfähigkeit, um gesellschaftliches Engagement für demokratische Werte zu ermutigen, Vielfalt zu leben und interkulturellen Austausch in Europa zu ermöglichen.

Leitgedanken

Begegnung verstehen wir als zentrales Element unseres schulischen Lebens. In einer von Respekt und Offenheit geprägten Atmosphäre lernen wir, Unterschiede als Bereicherung zu erleben und voneinander zu lernen. So fördern wir die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen, zuzuhören und die Vielfalt menschlicher Erfahrungen wertzuschätzen.

Toleranz erwächst aus gegenseitiger Achtung und Empathie. Wir ermutigen unsere Schülerinnen und Schüler, Verantwortung zu übernehmen, ihre Meinung zu äußern und im Dialog unterschiedliche Perspektiven zu verstehen und zu respektieren. Wir fördern in diesem Zusammenhang zudem die Debattenkultur, die eine Grundvoraussetzung für politische Teilhabe in einer modernen Demokratie darstellt, die nur verteidigt werden kann, wenn sie regelmäßig, auch im Schulalltag, gelebt und erlebt wird. Dazu stellen wir im Sinne des Leitbildes der Bischöflichen Schulen im Bistum Aachen Link zum Leitbild die Fähigkeit in den Mittelpunkt, einen Umgang mit gegenseitiger Wertschätzung und Achtung zu fördern, Konflikte konstruktiv auszutragen, respektvoll zu debattieren und demokratische Werte im Alltag zu leben und zu verteidigen.

Eine gelebte Erinnerungskultur gehört zum Selbstverständnis unserer Demokratie. Das Bewusstsein für die Verantwortung, die aus der Geschichte erwächst, ist fester Bestandteil unseres Bildungsauftrags. So stärken wir die Werte des Miteinanders, sensibilisieren für Unrecht und Ausgrenzung, und fördern das Engagement für eine gerechte und friedvolle Gesellschaft.

Der Bereich Internationalität und Sprache bildet einen Schwerpunkt unseres schulischen Profils und wird von uns als wichtiger Baustein einer weltoffenen Schule verstanden. Der Erwerb von Sprachkenntnissen öffnet Türen zu unserer eigenen abendländischen Tradition, aber auch zu anderen Kulturen, fördert Offenheit und Neugier und schafft dadurch Zugang zu neuen Denkweisen.

Internationale und sprachliche Bildung befähigt junge Menschen, mit Selbstvertrauen und Empathie in einer global vernetzten Welt zu handeln. Indem wir Begegnung erleben, Sprachen lernen und den Dialog suchen, gestalten wir gemeinsam eine Schule, die Vielfalt als Stärke begreift und Verantwortung in einer friedliche, solidarischen Weltgemeinschaft übernimmt.

In unterrichtsbegleitenden Projekten, Austauschprogrammen und Partnerschaften – von der Euregio bis in die weite Welt – erfahren unsere SuS, wie Sprache Brücken baut und Horizonte erweitert. In Begegnungen mit Menschen anderer Kulturen und in internationalen Projekten öffnen wir den Blick für neue Erfahrungen und Lebensweisen. Solche interkulturellen Lernprozesse wecken Neugierde, Respekt und den Willen, Verantwortung für Frieden und Verständigung zu übernehmen.

„Demokratie stärken durch Begegnung, Toleranz und Erinnerung“ ist somit mehr als ein pädagogischer Anspruch – es ist eine Antwort auf die Bildungsfragen der Zukunft. Eine Schule, die diese Leitidee lebt, befähigt junge Menschen, als mündige Bürgerinnen und Bürger Verantwortung zu übernehmen, Vielfalt zu gestalten und Brücken über kulturelle, religiöse und soziale Grenzen hinweg zu bauen.

 

Visionen und Entwicklungshorizonte: Leitgedanken für die Zukunft

Vision

In einer von Vielfalt und globalen Herausforderungen geprägten Welt sind Demokratiekompetenz, Empathie und kritisches Urteilsvermögen entscheidend für gesellschaftliches Engagement. Schule muss daher mehr sein als ein Ort der Wissensvermittlung: Sie soll Lebensraum, Begegnungsfeld und Werkstatt für verantwortliches Handeln sein.

Bereich Gemeinschaft

  • Schule als demokratischer Lebensraum: Förderung eines wertschätzenden, offenen Miteinanders mit Raum für interkulturelle Begegnung, Dialog und respektvolle Auseinandersetzung.
  • Demokratische Kompetenzen stärken: Reflexion historischer Erfahrungen, ethische Diskussionen und die aktive Beteiligung an schulischen Entscheidungsprozessen fördern Urteilsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein.
  • Vielfalt leben und gestalten: Unterschiedliche Kulturen, Religionen und Weltanschauungen werden als Bereicherung verstanden – mit Angeboten zur Sensibilisierung für Toleranz, Solidarität und Inklusion.

Bereich Erinnerung und kritische Reflexion

  • Historisches Bewusstsein fördern: Auseinandersetzung mit Geschichte, Gedenken und Erinnerungskultur macht Schülerinnen und Schüler sensibel für gesellschaftliche Verantwortung und Menschenrechte.
  • Empathie und ethisches Handeln: Reflexion über Ungerechtigkeit, Ausgrenzung und Diskriminierung schärft die ethische Urteilsfähigkeit und stärkt die Bereitschaft zu solidarischem Handeln.
  • Politisches und interkulturelles Lernen: Interkulturelle Begegnungen, europäische Projekte und internationale Perspektiven erweitern den Horizont, fördern Dialogfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein in globalen Zusammenhängen.

Systemische Entwicklungsperspektiven im Bereich Schule

  • Lehrerfortbildung: Demokratiebildung, historische Sensibilität und interkulturelles Lernen fördern.
  • Curriculare Öffnung: Fächerübergreifende Projekte, Erinnerungswochen und Austauschprogramme stärken die demokratische Praxis.
  • Schulprofil schärfen: Demokratie, Toleranz und interkulturelles Lernen als zentrale Leitidee sichtbar verankern.
  • Atmosphäre gestalten: Schulhausgestaltung, Lernräume, Rituale, Gedenkveranstaltungen und partizipative Angebote fördern ein aktives, engagiertes und respektvolles Schulklima.

Aktuelle Projekte im Schuljahr 2025/2026 für den Bereich „Demokratie stärken“

Projektteilnehmer:

  • Dr. Andrea Schloemer, Christoph Nohn, Michael Wagemann, Joachim Birken, Elke Sieben

Zielsetzung des Projekts:

  • Auf praktische Art und Weise sollen Schüler sich mit Erinnerungsorten auseinandersetzen und sie erhalten.

Konzeption: 

  • Regelmäßige Pflege des Ehrenfriedhofs und des Schwesternfriedhofs sowie des Synagogenvorplatzes im AG-Format mit einem bestimmtem Turnus (z. B. zwei Monate),
  • Zielgruppen sind die Klassen 5-Q2.

Projektteilnehmer:

  • Sebastian Tschakert, Eva Tschakert, Claudia Tena, Stefanie Stump, Katharina Gödde, Jürgen Pallaske

Zielsetzung des Projekts:

  • Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler: Vertiefung des Demokratieverständnisses sowie der freiheitlich demokratischen Grundordnung, Verantwortung für die Demokratie, aktive Gestaltung der Demokratie, Ermutigung für eine respektvolle Konfliktkultur

Konzeption: 

  • Angebot für die Klassen 9 und EF
  • Einführung eines Demokratietages; Teilnahme an den Workshops „Demokratie erleben“ sowie „Werte und Zivilcourage“

Projektteilnehmer:

  • Armelle Schmitt, Jürgen Pallaske, Oliver Düsing, Claudia Tena y Hernandez, Jenny Winkels, Rebecca van Koert

Zielsetzung des Projekts:

  • Bewerbungschluss: Oktober 2026
  • Ein Team wird benötigt (eine Koordinatorin reicht nicht aus!)

Konzeption: 

  • Möglichkeiten zu Gruppen- und Einzelmobilitäten von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften im europäischen Ausland (z. B. Austausch, Praktika, Fortbildungen)
  • Finanzielle Unterstützung
  • Vernetzung mit europäischen Bildungseinrichtungen
  • Anbindung an das Schulprogramm für die Bewerbung / Akkreditierung mit Blick auf Werte und Demokratiestärkung notwendig 
  • Anbindung an alle fünf Leitbilddimensionen möglich
  • Benötigter Erasmus+-Plan bereits von Frau Schmitt vorbereitet

Weitere Ideen:

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