Internationalität und Sprache

Internationalität_01 (c) Bischöfliches Gymnasium Sankt Ursula Geilenkirchen (Ute Haupts)

 

 
Den Blick über den Tellerrand wagen: Euregio, Europa und die Welt

Technischer Fortschritt und eine sich ständig verbessernde Infrastruktur machen es heute möglich, praktisch jeden Punkt der Erde in kürzester Zeit zu erreichen - ob nun virtuell oder tatsächlich. Während für den einen der Reiz der Globalisierung darin liegt, entlegene Länder und fremde Kulturen kennenzulernen, geht es dem anderen vielleicht darum, neue berufliche Betätigungsfelder zu erkunden. Solche Chancen kann jedoch nur nutzen, wer über bestimmte Voraussetzungen verfügt. Dazu zählen neben sprachlichen auch sogenannte interkulturelle Kompetenzen, wie Offenheit, die Bereitschaft über den Tellerrand zu schauen und die Fähigkeit, Dinge aus einer anderen, weniger vertrauten Perspektive zu begreifen.

Der Erwerb dieser Kompetenzen steht im Mittelpunkt der Angebote der Schule, welche von der Teilnahme an internationalen Wettbewerben und Projekten über den Erwerb von Fremdsprachenzertifikaten bis hin zu Schüleraustauschmaßnahmen in Gruppen oder einzeln, reichen. Auslandspraktika und bilinguale Module in den MINT-Fächern ergänzen die Vorbereitung auf ein fremdsprachlich geprägtes berufliches Umfeld. Dabei orientiert sich der Fokus im Bereich Internationalität und Sprache an dem sich ständig erweiternden Erfahrungsraum der Schüler. Während in den Klassen 5 und 6 die „Euregio" im Vordergrund steht, sind es später „Europa" (Klasse 7 - 10) bzw. „die Welt als Ganzes" (Oberstufe). Diese Progression spiegelt sich sowohl in den landeskundlichen Schwerpunkten, als auch in der Sprachenfolge sowie der Auswahl der Partnerschulen für gemeinsame Projekte und Austauschmaßnahmen wieder.

Information:

map-3953229__340 (c) Pixabay

Schüleraustauschmaßnahmen werden in der Regel in Gruppen von 15 bis 20 Schülern durchgeführt, die von zwei Lehrern begleitet werden. Bei mehrtägigen Fahrten sind die Teilnehmer, je nach Möglichkeit, in Gastfamilien oder Hostels in unmittelbarer Nähe der Partnerschule untergebracht. Für die Dauer des Aufenthalts sind die Schüler jeweils einem bestimmten Partner zugeordnet, den sie im Vorfeld über elektronische Medien kennen gelernt haben.

Bei der Auswahl der Teilnehmer durch die Schule wird berücksichtigt, dass möglichst viele Schüler wenigstens einmal in ihrer Schulzeit an einem Austausch teilnehmen können. Die Kosten orientieren sich an der in der Sekundarstufe I geltenden Obergrenze für Fahrten von 250 Euro. Eine finanzielle Unterstützung durch die Schule ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

 

Die Austauschprogramme im Überblick

Jahrgangsstufe

Zielkultur

Schule

Dauer von Besuch und Gegenbesuch

8

USA

AFNORTH School (Brunssum)

je ein Tag

9

England

Headlands School (Bridlington)

je eine Woche

9

Frankreich

College St. Joseph (Voiron)

je eine Woche

9

Niederlande

Trevianum (Sittard)

je ein Tag

EF

England

Risedale Sports and Community College (Catterick)

je eine Woche


Weiter Informationen zu dem jeweiligen Austausch findet man auf den Seiten der Fächer.

Niederländisch-AG

FlaggeNiederlande

Für Schüler der Klasse fünf besteht seit dem Schuljahr 2014/15 die Möglichkeit Niederländisch im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft zu lernen. Die zweistündige AG findet einmal in der Woche unter Anleitung eines ausgebildeten Niederländischlehrers statt.

Im Gegensatz zum regulären Fremdsprachenunterricht stehen in diesem Kurs vor allem spielerische Elemente im Vordergrund. Es geht darum, Freude am Erlernen der Nachbarsprache zu wecken und erste Grundlagen zu legen. Am Ende des Kurses verfügen die Schüler über grundlegende Fremdsprachenkenntnisse, die sie befähigen typische Situationen des Alltags auf Niederländisch zu bewältigen.

Besonders motivierte Schüler haben außerdem die Möglichkeit an einer zertifizierten Sprachprüfung der Taalunie teilzunehmen. Die Taalunie ist eine internationale amtlichen Organisation, die sich mit dem Erlernen der niederländischen Sprache befasst. Bei Bestehen der Prüfung erhalten die Schüler das Zertifikat CNaVT (Certificaat Nederlands als Vreemde Taal). Damit werden Niederländischkenntnisse auf dem Niveau A1 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen nachgewiesen.

Die Prüfung findet in der Schule statt und ist derzeit kostenlos. Das eingeführte Lehrwerk wird den Schülern für die Dauer des Kurses ebenfalls von der Schule kostenlos zur Verfügung gestellt. Das zugehörige Arbeitsheft muss von den Eltern angeschafft werden.

240_F_116288364_n0UaJUP7AUxZ804w4c5CclyetQs4DmJq (c) Pixabay

Das Schülerbetriebspraktikum findet in der Einführungsphase unmittelbar nach den Osterferien statt. Es dauert normalerweise zwei Wochen und kann als sogenanntes Fremdsprachenpraktikum auch im Ausland absolviert werden.

Weitere Informationen finden sich unter der Rubrik "Studien und Berufswahl"

Sprachzertifikate

Fremdsprachenzertifikate

Der Erwerb von Sprachzertifikaten stellt eine Bereicherung des modernen Fremdsprachenunterrichts in mehrfacher Hinsicht da.

Zum einen ermöglichen solche Zertifikate es dem Schüler, seine Sprachkenntnisse im Rahmen eines international anerkannter Standards (Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen, GER) zu bestimmen.

Zum anderen bereiten diese Tests systematisch auf Testformate vor, wie sie später anstehen, wenn Schüler sich etwa um ein Praktikum oder ein Studium im Ausland bewerben. Teilweise ersetzten die an der Schule erworbenen Zertifikate diese sogar. Das Zertifikat CAE zum Beispiel berechtigt zum Studium im englischsprachigen Ausland, ähnlich wie TOEFL oder IELTS.

Zuletzt stellen Zertifikate für Schüler auch eine Bestätigung der eigenen Leistungsfähigkeit dar, und motivieren dazu, sich weiteren Herausforderungen in der Fremdsprache zu stellen.

 

Folgende Sprachzertifikate können erworben werden

Sprache

Prüfung

Klassenstufe

Niveau gemäß GER

Englisch

PET, FCE und CAE

9, EF und Q1

B1, B2 und C1

Französisch

DELF

8, 9 und EF

A1, A2, B1 und B2

Niederländisch

CNaVT

5

A1

 

Alle Prüfungen finden in der Schule statt und werden durch einen entsprechenden Kurs vorbereitet. Die Kurse werden in der Sekundarstufe I als Arbeitsgemeinschaft und in der Sekundarstufe II im Rahmen eines Projektkurses durchgeführt. Sie finden im Nachmittagsbereich statt, die Teilnahme ist dementsprechend freiwillig und kostenlos. Für die Prüfungen selber, sowie für das im Unterricht verwendete Lehrmaterial, entstehen teilweise Kosten, die jedoch durch den Förderverein auf Antrag bezuschusst werden.

Weitere informationen zu den einzelnen Tests erhält man auf den Seiten der Fächer.

 

USA (c) Bischöfliches Gymnasium Sankt Ursula (Frank Hülden)

Voraussetzungen

Auslandsaufenthalte bieten nicht nur hervorragende Möglichkeiten, eine Fremdsprache zu erlernen, sie fördern darüber hinaus auch interkulturelle und soziale Kompetenzen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung des Schülers/der Schülerin. Die Schule unterstützt deshalb solche Fahrten, weist aber ausdrücklich auf die Notwendigkeit einer frühzeitigen und sorgfältigen Planung in Absprache mit den zuständigen Lehrern hin.

Ein Schulbesuch im Ausland ist insbesondere im ersten Halbjahr der Einführungsphase möglich. Die Dauer des Auslandsaufenthalts kann dabei zwischen einem und sechs Monaten variieren. Nach seiner Rückkehr an die Schule setzt der Schüler den Schulbesuch im zweiten Halbjahr der EF fort. Es ist zu beachten, dass der Schüler im zweiten Halbjahr alle Klausuren mitschreiben muss und am Ende der EF - genau wie jeder andere Schüler - mindestens ausreichende Leistungen in den Fächern erreichen muss, um in die Qualifikationsphase versetzt zu werden.

Schüler die das erste Halbjahr der EF an einer Schule im Ausland verbringen, müssen verpasste Inhalte selbstständig nacharbeiten. Wegen der besonderen Anforderungen beim Erwerb des Latinums empfiehlt sich die frühzeitige Rücksprache mit dem Lateinlehrer. Schüler die länger als ein halbes Jahr im Ausland bleiben, also z.B. ein ganzes Jahr, setzten nach ihrer Rückkehr aus dem Ausland ihren Schulbesuch in der Regel zu Beginn der EF fort. In diesem Fall verlängert sich der Schulbesuch also um ein Jahr.

Ein Anspruch auf Anerkennung von im Ausland erbrachten Leistungen besteht nicht. Es gibt deshalb auch keine weiteren Vorgaben an die an der Auslandsschule zu besuchenden Kurse bzw. die zu erbringenden Leistungen.

Ein Auslandsschulbesuch bedarf der Genehmigung durch den Schulleiter; ein formloser Antrag genügt.

Bei weiteren Fragen bitte Email an: huelden@st-ursula-gk.de

 

Nützliche Links

AJA ist der Dachverband gemeinnütziger Jugendaustausch-Organisationen in Deutschland. Seine Mitglieder haben sich auf der Basis gemeinsamer Qualitätskriterien für den internationalen Jugendaustausch zusammengeschlossen.
https://aja-org.de/

Die Finanzierung eines Auslandsschulbesuchs ist oft kostspielig. Deshalb empfiehlt es sich, die Möglichkeit einer finanziellen Förderung frühzeitig zu prüfen. Die folgende Seite gibt einen umfassenden Überblick über angebotenen Stipendien:

http://www.schueleraustausch-stipendien.de/