Gewinnerinnen und Gewinner gekürt:Schulwettbewerb „Jugend debattiert“: Demokratiebildung als gelebte Praxis an unserer Schule


Demokratie braucht Menschen, die zuhören können, Argumente prüfen, Positionen abwägen und respektvoll widersprechen. In einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung ist diese Kompetenz wichtiger denn je. An unserer Schule ist Demokratiebildung deshalb kein Zusatzangebot, sondern ein zentraler Bestandteil unseres Bildungsverständnisses. Der Wettbewerb „Jugend debattiert“ zeigt jedes Jahr eindrucksvoll, wie erfolgreich dieser Anspruch umgesetzt wird.
Beim diesjährigen Schulwettbewerb überzeugten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch hohe Sachkenntnis, klare Strukturierung und souveräne Gesprächsführung.

In der Altersstufe I wurde die Frage diskutiert, ob Schülerinnen und Schüler ihre Schule selbst putzen sollten. Die Debatte entwickelte sich entlang klar benannter Kriterien: pädagogischer Mehrwert, Verantwortungsübernahme, organisatorische Realisierbarkeit und soziale Gerechtigkeit. Während die Pro-Seite argumentierte, dass Eigenverantwortung und Wertschätzung für gemeinschaftliches Eigentum gestärkt würden, wies die Contra-Seite auf rechtliche Rahmenbedingungen, professionelle Zuständigkeiten und mögliche Ungleichheiten hin. Besonders beeindruckend war die Fähigkeit der Debattierenden, auf Einwände präzise zu reagieren und Argumente konsequent weiterzuentwickeln. Es debattierten Ines Philippen (Jg. 10), Nils Siebertz (Jg. 9), John Scheeren (Jg. 9) und Nila Küppers (Jg. 9). Den 1. Platz belegte Ines Philippen, gefolgt von Nila Küppers auf dem 2. Platz und Nils Siebertz auf dem 3. Platz.

In der Altersstufe II stand die Frage im Raum, ob die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt werden sollte. Die Diskussion war geprägt von einer differenzierten Gegenüberstellung sicherheitspolitischer Erwägungen – etwa Verteidigungsfähigkeit und Bündnisverpflichtungen – und Aspekten der Generationengerechtigkeit sowie individueller Freiheitsrechte. Die Debattierenden analysierten staatliche Schutzpflichten, gesellschaftliche Solidarität und mögliche Alternativmodelle mit hoher analytischer Tiefe. Argumente wurden nicht nur vorgetragen, sondern systematisch gewichtet und kritisch hinterfragt. Auf diesem anspruchsvollen Niveau diskutierten Anna Sara Vegh (Q1), Jann Peulen (Q1), Alina Ars (EF) und Elias Rudatis (EF). Den 1. Platz erreichte Elias Rudatis, den 2. Platz Alina Ars, den 3. Platz Jann Peulen.