Energie und Umwelt:Die Energie- und Umwelt-Kurse der 9. Klassen blicken auf ein spannendes Schuljahr zurück

Der Kurs der Klassen 9a, c und d beschäftigte sich im ersten Halbjahr schwerpunktmäßig mit dem Themenbereich „Umwelt“. Die vielen in der Schule durchgeführten Schülerversuche wurden im Schülerlabor zu den Themen „Boden“ und „Biotechnologie“ vertieft.
Am Experimentiertag „Boden“ untersuchten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Bodenproben und beschäftigten sich experimentell mit deren physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften. Dabei wurden unter anderem die Zusammensetzung und das Wasserspeichervermögen verschiedener Böden untersucht und ausgewählte Bodenbestandteile nachgewiesen. Dies ermöglichte Einblicke in die vielfältigen Funktionen des Bodens als Lebensraum, Wasserspeicher und Grundlage unserer Ernährung sowie in die Bedeutung eines nachhaltigen Umgangs mit dieser wichtigen Ressource.
Am zweiten Experimentiertag „Biotechnologie“ beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen biotechnologische Verfahren zur Herstellung von Bioethanol. Sie untersuchten die alkoholische Gärung mit Hefen, gewannen das entstandene Ethanol durch Destillation und bestimmten es mithilfe gaschromatographischer Verfahren. Anschließend wurde das gewonnene Ethanol in einer Brennstoffzelle zur Energiegewinnung eingesetzt. Auf diese Weise konnten die SuS einen vollständigen Prozess von der Herstellung eines Energieträgers bis zu dessen technischer Nutzung nachvollziehen und zugleich dessen Bedeutung im Hinblick auf eine nachhaltige Energieversorgung diskutieren.

Der Kurs der Klassen 9b und 9e experimentierte und lernte im ersten Halbjahr zum Thema „Energie“. Die Energiewende zu erforschen ist auch ein Forschungsbereich des FZJ. Vor Ort konnten die Schülerinnen und Schüler sich hiervon überzeugen und am ersten Exkursionstermin eine Grätzelzelle selbst bauen. In einer Führung über den Jülicher Campus wurde auch deutlich, dass allen Modernisierungen zum Trotz die wichtige Platzfrage für Photovoltaik als Energieversorgung der Zukunft noch geklärt werden muss. Die Schülerinnen und Schüler konnten verschiedene Ansätze wie Agri- oder Fassaden-PV als aktuelle Forschungsgegenstände auf dem Jülicher Campus entdecken und so auch Anregungen für die Gestaltung unserer Schulfassaden mit nach Hause nehmen.
Die zweite Exkursion fand zum Thema „Digitale Informationsverarbeitung“ statt. Neben der Erkenntnis, wie digitale Informationen gespeichert und verarbeitet werden, nahmen die Kursmitglieder die Information mit nach Hause, wie viele Daten in Forschungseinrichtungen erhoben werden und wie wichtig in diesem Zusammenhang die Forschung im JSC (Jülich Supercomputing Center) ist. Überraschend war auch, wie viel Energie ein moderner Supercomputer eigentlich benötigt und dass man mit seiner Abwärme allein ganze Straßenzüge von Häusern heizen kann. Auch einen Vortrag zur Berufsberatung nahmen die Neuntklässler dankend und interessiert auf.
Im zweiten Halbjahr tauschten die beiden Kurse ihre Lehrpersonen, Unterrichtsinhalte und Exkursionsthemen. Für die Jahrgangsstufe 10 freuen sich die Schülerinnen und Schüler im aktuellen Schuljahr darauf, mit Forschenden aus dem FZJ über Online-Formate in Kontakt zu bleiben. Ein digitaler Austausch ist für das anstehende Chemie-Halbjahr im Bereich der Klimaforschung geplant.
Dass ein Teil der Unterrichtszeit im Schülerlabor, das Kooperationspartner unserer Schule ist, stattfinden konnte, ermöglichte das zdi-Netzwerk durch die Erstattung der anfallenden Fahrtkosten. Dafür bedanken sich unsere aktuellen Zehntklässler herzlich! Und auch der diesjährige Energie- und Umwelt-Kurs der neunten Klassen freut sich schon auf die geplanten Experimentiertage und Institutsführungen im Forschungszentrum Jülich.