Gedenkveranstaltung zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar

Nachdem ein Oberstufenkurs unserer Schule kurz zuvor alle Stolpersteine im Stadtgebiet einer gründlichen Putzaktion unterzogen hatte, trafen sich zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar Schülerinnen und Schüler der gesamten Stadt zu einer schulübergreifende Gedenkveranstaltung in der Realschule. Organisiert wurde sie von der „Initiative Erinnern“. Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen und der Opfer des Nationalsozialismus würdig zu gedenken.
Alle weiterführenden Schulen der Stadt beteiligten sich mit eindrucksvollen Musik- und Redebeiträgen und gestalteten so eine würdevolle Gedenkfeier. Unsere Schule wurde dabei von Emily Helmes, Mia Komaristy, Lorenz Kühne und Felix Lobach (Jgs. Q1) vertreten, die zusammen mit weiteren Schülerinnen und Schülern im Rahmen unserer letzten Projekttage einen Vortrag zur nationalsozialistischen Judenverfolgung am Beispiel Geilenkirchen erarbeitet hatten. Diesen präsentierten sie nun erneut vor einem größeren Publikum und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur und zum Gedenken am 27. Januar.
Peter Pauli, Sprecher der „Initiative Erinnern“, Bernward Coers, unser ehemaliger stellvertretender Schulleiter, Bürgermeister Dr. Armin Leon, Dr. Christian Bremen von der RWTH Aachen, Dr. Michael Rado von der Synagogengemeinde Köln, Heimathistoriker Karl-Heinz Nieren, der eine Grußbotschaft von Steve Cole überbrachte, und schließlich die Antisemitismusbeauftragte des Landes NRW Sylvia Löhrmann (per Videobotschaft) richteten in weiteren Beiträgen ihren Blick auf die Geschehnisse in Auschwitz und auf die Opfer der nationalsozialistischen Terrorherrschaft, die niemals in Vergessenheit geraten dürften. Außerdem hoben sie die Bedeutung des Erinnerns für die Gegenwart hervor, indem sie dazu aufriefen, jeder Form von Extremismus, Antisemitismus und Diskriminierung in der heutigen Zeit entschieden entgegenzutreten und unsere Demokratie zu verteidigen.
Zwei Kurse der Jahrgangsstufe Q1 unter der Leitung von Frau Rutte und Frau Schüller besuchten die Gedenkfeier. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich zuvor im Unterricht intensiv mit der Bedeutung des Holocaust-Gedenktages auseinandergesetzt und dabei auch zu einer klassenübergreifenden Gedenkminute an St. Ursula angeregt, die sie selbst mit einem kurzen Textbeitrag einleiteten.
Wir danken allen beteiligten Schülerinnen und Schülern sowie den mitwirkenden Institutionen herzlich für ihr Engagement, die gute Zusammenarbeit und die würdevolle Gestaltung dieses wichtigen Gedenktages.