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Methodentraining

Lernen will gelernt sein.

Methodentraining in den Klassen 5 und 6


Mathe, Englisch, Deutsch, Religion und Erdkunde, das sind einige der Fächer, die Schüler und Eltern an Gymnasien erwarten. Aber Methodentraining? Lernen ist doch ganz einfach: Vokabeln müssen halt gekonnt sein, die Matheformeln sowieso. Und natürlich lernt man die Fünf Bücher der Bibel bis zur nächsten Stunde.

Aber wie genau das gehen soll, wissen die neuen Fünftklässer oft nicht zu erklären.

Bisher mussten viele von ihnen, die oft zu den Besten ihrer Klasse gehörten, ja auch gar nicht lernen:
Die Hausaufgaben waren schon in der Schule erledigt.
Übungsphasen vor den Klassenarbeiten waren nicht nötig.
Höchstwahrscheinlich mussten sich die Viertklässler kaum länger mit einem Thema befassen, um es zu verstehen, nur wenige Kapitel verlangten von ihnen Übung und intensive (Nach-) Arbeit.

Wie an  vielen weiterführenden Schulen, so sieht die Situation für viele neue Sextaner nun auch an St. Ursula ganz anders aus:

  • 6 Gebäude mit langen Wegen, die in den Fünfminutenpausen zurück zu legen sind
  • 8 Unterrichtsfächer mit oftmals ebenso vielen LehrerInnen
  • Insgesamt 9 Klassenarbeiten in den Hauptfächern und (Vokabel-) Teste oder Hausaufgabenüberprüfungen in den Nebenfächern pro Halbjahr

Da kann man schon mal schnell den Überblick verlieren!

Vor diesem Hintergrund müssen sich die Kinder erst in die Rolle der aktiv Lernenden finden:
So sind Sachverhalte häufig nicht auf den ersten Blick verständlich und verlangen nach kritischen Nachfragen und einer intensiven Auseinandersetzung mit der Materie. Dies geschieht nicht nur in der Schule, sondern eben auch zu einem großen Teil in der Arbeit zu Hause, die mehr und mehr von den Kindern selbst organisiert werden muss.

Seit nunmehr vier Jahren findet an St. Ursula ein auf die Erprobungsstufe (Klassen 5 und 6) zugeschnittenes Methodentraining statt, das den SchülerInnen helfen soll, diese Vielfalt an Neuerungen und Erwartungen zu koordinieren.

Die erste Einheit beginnt schon in den Einführungstagen der neuen Sextaner:
Mit der Anlage eines Hefters und Checklisten für Hefte, Arbeitsplatz und das Packen der Schultasche soll Ordnung in das ansonsten drohende Chaos der vielen Fächer gebracht werden. Natürlich gibt es individuelle Abweichungen von den einzelnen Plänen (Nein, nicht jeder muss einen Textmarker auf seinem Schreibtisch parat haben!), aber die grundsätzliche Marschrichtung sollte deutlich werden:

Die neuen Herausforderungen an St. Ursula verlangen von den Kindern eine gute Koordination und Organisation!

Und dabei möchten wir Ihrem Kind helfen:

Seit zwei Jahren ist das Methodentraining fest im Stundenplan verankert, so dass jeweils eine Stunde pro Woche fächerübergreifend gearbeitet wird.

Wie wichtig dieser Ansatz ist, fällt den SchülerInnen spätestens dann auf, wenn auch der Erdkundelehrer die fehlenden Hausaufgaben oder das unvollständige Material beanstandet, wenn sauberes, inhaltlich korrektes Unterstreichen von Schlüsselbegriffen nicht nur in Deutsch, sondern auch in Biologie erwartet wird.

Die Übersicht unserer Themen zeigt, dass viele Methoden fächerübergreifend sind und das Lernen erleichtern, egal um welche Inhalte es nun konkret geht:

Hausaufgaben: Wie erledigt man dieses „lästige Übel“ am effektivsten?

Lernstrategien:Mit guten Tricks geht mehr in den Grips!

Mündliche Mitarbeit:  Gezieltes Vorgehen verbessert den Eindruck, den man beim Lehrer macht und führt zu leichterem Lernen.

Textarbeit: Der absolute Klassiker, dem wir viele Einheiten widmen: Wie markiere ich richtig? Kann ich die Textinhalte klar und übersichtlich zusammenfassen, so dass ich den Text ohne nochmaliges Lesen gut wiedergeben kann? Mindmaps und Tabellen helfen, Textinhalte überschaubar darzustellen. Auch das Schreiben eigener Texte kann hiermit besser geplant und umgesetzt werden.

Vorbereitung auf Klassenarbeiten: Nach der Arbeit ist vor der Arbeit! Denn wer konstant lernt, von den Fehlern der letzten Arbeit über sorgfältig gemachte und korrigierte Hausaufgaben bis hin zu themenspezifischen Wiederholungen, muss nicht in Panik verfallen, wenn kaum mehr Übungszeit bis zur nächsten Klassenarbeit bleibt.

Sozialformen des Unterrichts:Wo liegen die Vor- und Nachteile von Einzelarbeit, Partner- und Gruppenarbeit? Welche Regeln sind notwendig, damit die Präsentation der Ergebnisse gelingt?

Es gibt viel zu tun, und doch ist es ein anderes Arbeiten, als der alltägliche Fachunterricht, der oftmals sehr auf Klassenarbeiten ausgerichtet ist. Für uns LehrerInnen ermöglichen die Methodentrainingsstunden eine sehr praktische Arbeit mit der Klasse und Erfolge und einsichtiges Handeln sind häufig deutlich erkennbar. Auch zu Hause kann aktiv mitgearbeitet werden, nicht mit dem drohenden Zeigefinger, sondern mit Interesse und Gesprächen, die die Beziehung zwischen Eltern und Kind intensivieren kann.