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Beratungskonzept für die gymnasiale Oberstufe


„Lehrer an katholischen Schulen müssten nicht nur fachlich Autoritäten, sondern zugleich Autoritäten als Ansprechpartner für Schüler sein wollen: die Schüler müssten ihre Lehrer als Menschen erleben, denen sie trauen und sich anvertrauen können.“

Diesem im Schulprogramm formulierten Merkmal einer katholischen Schule  versuchen wir in besonderer Weise auch in der gymnasialen Oberstufe Rechnung zu tragen.

Nach dem Wegfall des Klassenverbandes am Übergang von der Sekundarstufe I zur Sekundarstufe II erfahren viele Schüler das Kurssystem mit ständig wechselnden  Lerngruppen als besondere Herausforderung. Das Verlassen eines stabilen sozialen Raums wie der Klasse ist nicht nur Chance, jahrelang internalisiertes Rollenverhalten kritisch zu hinterfragen und sich in anderen sozialen Kontexten neu positionieren zu können, sondern bei vielen Schülern auch mit Ängsten verbunden, Vertrautes verlassen zu müssen, Neuland zu betreten.

Durch verschiedene Maßnahmen versuchen wir der drohenden Anonymisierung des Einzelnen und dem Gefühl des Verlustes einer schulischen Heimat (Klasse, Klassenlehrer) zu begegnen.

Jeweils zwei Beratungslehrer, die seit Jahren in festen Teams vertrauensvoll zusammenarbeiten und Schülerinnen und Schüler durch die gesamte gymnasiale Oberstufe begleiten, stehen nicht nur zu den Zeiten ihrer Sprechstunden zur Verfügung, sondern verstehen sich als permanente Ansprechpartner in allen Fragen der Schullaufbahnplanung, aber auch bei persönlichen Belangen. Sie versuchen eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich der Einzelne angenommen und geachtet fühlt, unabhängig von seinen erbrachten Leistungen.

Zur Stärkung des sozialen Verbandes führen die beiden Beratungslehrer zusammen mit weiteren Fachlehren zu Beginn der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe eine dreitägige Kennenlernfahrt durch. In Arbeitsgruppen mit ständig wechselnden Teilnehmern soll nicht nur inhaltlich gearbeitet werden (z. B. an der Schullaufbahnplanung, an der Vorbereitung der Facharbeit etc.), sondern vor allem auch das gegenseitige Kennenlernen der neuen Mitschüler im Vordergrund stehen. Dies gilt in besonderer Weise für die zahlreichen Realschüler, die in der gymnasialen Oberstufe neu an unserer Schule aufgenommen werden.

Eine positive Wirkung auf die Stärkung der Sozialstruktur in der gymnasialen Oberstufe versprechen wir uns auch von den für das erste Jahr der Qualifikationsphase vorgesehenen Tagen religiöser Orientierung und der zu Beginn des letzten Jahres stattfindenden Studienfahrt.

Ein besonderer Schwerpunkt der Beratung in der Oberstufe liegt natürlich auf der Laufbahnberatung. Zusammen mit dem Oberstufenkoordinator führen die Beratungslehrer zu Beginn des letzten Halbjahres der Sekundarstufe I in das komplexe System der gymnasialen Oberstufe ein, beraten die Schüler individuell bei der Zusammenstellung ihrer eigenen Schullaufbahn und überprüfen regelmäßig die formale Richtigkeit der Wahlentscheidungen.

Die Laufbahnberatung beschränkt sich nicht nur auf die in der Prüfungsordnung für die gymnasiale Oberstufe (APO-GOSt) vorgeschriebenen Beratungstermine, sondern wird zusätzlich kontinuierlich zu Zeiten fester Sprechstunden, aber auch darüber hinaus angeboten.

Neben den Schülern werden in Abendveranstaltungen auch in regelmäßigen Abständen die Eltern über wesentliche Punkte der gymnasialen Oberstufe informiert. Für uns ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Schülern, Lehrern und Eltern unabdingbare Voraussetzung für das Gelingen von Erziehung. Dies gilt auch dann, wenn Schüler die Volljährigkeit erreicht haben.